Badewasser machen

Mann mit Pinguinmaske gießt Kanalwasser durch Tuch in Pool

Badewasser machen
Performance
18.6. und 19.6.2011
Berlin, Neukölln, Schiffahrtskanal

Video (1 Minute)

Badewasser machen
Aktion auf der Wildenbruchbrücke  in Berlin Neukölln am Neuköllner Schiffahrtskanal
Juni 2011
Das Bad vor der Haustür war bis in die 50er Jahre selbstverständlich, ist heute gefährlicher Luxus.  Wenn es stark regnet, läuft die Kanalisation über und ein Gemisch aus Regen und Abwasser mit Fäkalien von Straßen, Dächern und aus den Haushalten fließt in den Kanal. Verschmutztes Kanalwasser, Sauerstoffmangel, Fischsterben, Badeverbot sind die Folge. Eine Fehlentwicklung unseres Umganges mit der Natur.

Die wenigen Überlaufspeicher und das Kanalmanagement der Wasserbetriebe reichen nicht aus.  Die Kanäle sollen wieder Badequalität bekommen!  Mehr Dächer und der Kanal in Flachwasserzonen müssen begrünt, Stadt-Flächen entsiegelt werden, Regen versickert, Schiffe weniger Wellen schaffen, Ab- und Regenwasserkanäle getrennt, weniger Abwasser energieaufwendig geklärt werden.

Wir säuberten das Wasser vom Schiffahrtskanal und ich badete unter reger Anteilnahme der Gäste darin.

Kommentare:
„Großartig. Nächstes Jahr geh ich mit rein ! Mein Traum : Baden in der Spree!! ( ein Cousin hat’s 1961 noch gemacht und ich war klein und schwerbeeindruckt; allerdings erklärte ihn die ganze Familie für verrückt und ermusste danach duschen ) A.“
„Na, das war ja ein Happening jesuitischer Dimenson. R.“
„….das hätte ich gern gesehen,schon aus nostalgischen Gründen: mein Vater , Neuköllner mit Leib und Seele, hat uns immer erzählt, dass er als Junge im Kanal gebadet hat. Es hat ihm große Freude gemacht und keinen Schaden zugefügt. A.“