Ausstellung: Transformation

Transformation – Einführung in die Ausstellung

Ich bin Tom Albrecht der Künstler dieser Ausstellung. Ich befasse mich mit Nachhaltigkeit seit meiner Jugend, obwohl es damals den Begriff noch nicht gab.

Mein Nachbar Joseph Beuys hat mich damals in Düsseldorf für die Kunst inspiriert und ich habe begonnen, Werke zu erarbeiten. Mein Berufsweg führte mich aber zum Ingenieur und Magister. Ab 1990 arbeitete ich als der erste Umweltbeauftragte an deiner deutschen Universität, der TU Berlin fast 20 Jahre lang. Mich treibt unser Umgang mit der Natur um. Sehe das Risiko für uns Menschen in der Klimakrise, im Artensterben. Die Natur zeigt uns zunehmend ihre Grenzen auf. Die Industrieländer leben zu lange in Saus und Braus.

Den Ausweg sehe in der Transformation zur Nachhaltigkeit im Ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen. Ich konzentriere mich auf das Ökologische, weil ich da die größten Defizite sehe und die größte Gefahr. Wir befinden uns in einer großen aber zu langsamen globalen Bewegung weg vom Fossilen, hin zum regenerativen. Bei Energie z.B. nutzen wir mehr Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie statt Erdöl, Erdgas. Bei den Stoffen sollten wir z.B. Nachwachsende Rohstoffe nutzen und sich in der Natur zersetzendes Plastik

Die Transformation sollten wir beschleunigen. 2028 werden die CO2-Zertifikate sprunghaft teurer. Auch darauf sollten wir uns vorbereiten. Deutschland ist in Bewegung, noch zu wenig. Die Klimakrise rückt näher. Es wird wärmer, trockener, gibt Starkregen. Die Industrie sieht die Chancen. Andere Länder setzten aber noch auf fossile Energien wie Russland, aber USA, China stellen zunehmend um auf Solar.

Die aktuellen Krisen, wie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine machen die Transformation nicht einfacher. Die fossile Industrie mit ihrer Lobby hat volle Kassen und bremst. Z.B. ist die Springerpresse zu 44 % im Besitz von KKR, einer Holding, die ihr Geld mit fossilen Geschäften verdient.

Transformation zur Nachhaltigkeit braucht Demokratie, Dialog und Wissenschaft. So können wir alle Kräfte nutzen, sind freier und leistungsfähiger.

Für mich selber gilt mein ökologischer Fußabdruck. Woraus produziere ich meine Werke? Ich verwende viel Gefundenes. Wie reise ich, ob mit Bahn oder Flugzeug? Wir haben auch einen ökologischer Handabdruck, wie wirke ich nach außen, z.B.: Ich zeige hier eine Ausstellung zur Nachhaltigkeit. Ich wähle eine Partei für Klimaschutz. Ich gründete 2012 eine gemeinnützige Galerie für Kunst und Nachhaltigkeit „Group Global 3000“. Wir zeigen aktuell die 64. Ausstellung „Katzenwäsche. Klimaschutz mit Verdrängung.“

In meinen Werken hier in der Ausstellung zeige ich die vielen Bezüge der Transformation. Ich versuche Bilder zu finden für ihren Prozess: für die Veränderung, das Risiko, die Brutalität, das Mitgefühl, die Geschichte, das Verhaftet sein, die Allgegenwart, die eigene Betroffenheit und die eigene Handlungsfähigkeit.

Auf die einzelnen Werke gehe ich gerne ein in meinem Künstlergespräch hier am 8.6.

 

Aus dem Gästebuch: Die Werke sind wirklich interessant, toll gemacht und auch einfallsreich. Mein „Liebling“ ist die Muschel!

Video der Einführung durch den Künstler