Corona schreit zum Himmel

Corona schreit zum Himmel. Storkow (M), 2020, 18 x 17 x 28 cm, Objekt, Holz, Elektromotor, Stahl, Spiegelfolie, Stromversorgung
Corona schreit zum Himmel. Storkow (M), 2020, 18 x 17 x 28 cm, Objekt, Holz, Elektromotor, Stahl, Spiegelfolie, Stromversorgung
Video 24 Sec.

Wenn die Welt die Coronakrise managed, frage ich, warum sie zu uns gekommen ist. Sie hat mit der Klimakrise gemeinsame Ursachen, z.B. wir fliegen zuviel. Eine weitere ist der Lebensstil der Menschen, der Raubbau an Ressourcen. Corona zeigt das exponentielle Wachstum, dass jeder mehr als einen anderen ansteckt, und beim Klima gibt es Kipppunkte, ab denen sich das Klima rapide verändert. Die Reaktion der Staaten zeigt, dass mit starkem Krisenhandeln das Eindämmen der Coronakrise möglich ist. Genau das brauchen wir für beide Krisen. Der/die Betrachter/in ist am Schalter Akteur/in, der/die beide Krisen beeinflussen kann.

Für das, was ich in Umwelt und Gesellschaft wahrnehme, schaffe ich Bilder oder drücke mich in Aktionen aus. Ich sehe klaffende Wunden unserer Entwicklung in sozialer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht. Mein Lebensmittelpunkt ist Berlin, verbunden mit der Welt. Meine Bilder und Aktionen sollen auf spielerische Art und Weise – oft humorvoll – die Realität kritisch reflektieren. Die menschliche Existenz, ihre Entwicklung und ihre vielfältigen Erscheinungsformen inspirieren mich zu Objekt, Installation, Aktion, Land Art, Text und Foto.

Coronazeit

Löschwasseranschluss, Foto, Berlin, 2021
Löschwasseranschluss, Foto, Berlin, 2021

Coronazeit

Wer sie annimmt, sich und andere schützt, dem kanns gut gehen.
Wer dem Alten anhängt, sich wehrt, hat Stress.
Es gibt Neues zu entdecken,
die ruhige Straße,
den Winterblüher duftend,
den Winterblüher leuchtend,
die ungewohnte Sitzbank für fünf Minuten,
mit Wein und Salzgebäck,
der Spaziergang mit Freunden,
das Gehen das warm macht,
Menschen, Dinge, Architektur, die nie auffielen,
Freuen auf den Frühling, Pläne für später öffnende Orte.

Corona schreit zum Himmel

Corona schreit zum Himmel. Storkow (M), 2020, 18 x 17 x 28 cm, Objekt, Holz, Elektromotor, Stahl, Spiegelfolie, Stromversorgung
Corona schreit zum Himmel. Storkow (M), 2020, 18 x 17 x 28 cm, Objekt, Holz, Elektromotor, Stahl, Spiegelfolie, Stromversorgung. Video 24 Sec.

Wenn die Welt die Coronakrise managed, frage ich, warum sie zu uns gekommen ist. Sie hat mit der Klimakrise gemeinsame Ursachen, z.B. wir fliegen zuviel. Wild-, Nutztiere und Tierprodukte werden um den ganzen Globus transportiert. Ein anderer Grund ist die Massentierhaltung, z.B.  Schweinegrippe, die Vogelgrippe oder die Spanische Grippe. Wir Menschen beanspruchen immer mehr Lebensräume von Wildtieren für uns. Die Umweltzerstörung beeinflusst die die natürlichen Artengemeinschaften. Damit nimmt der Kontakt zwischen Wildtieren, Nutztieren und Menschen zu. Die Corona-Krise zeigt, dass die Menschheit an einem Wendepunkt angekommen ist, sie muss die verbleibenden Naturräume bewahren. Sonst wiederholen sich die Pandemien.

Die Reaktion der Staaten zeigt, dass mit starkem Krisenhandeln das Eindämmen der Coronakrise möglich ist. Genau das brauchen wir auch für die Klimakrise. Der/die Betrachter/in ist am Schalter Akteur, der/die beide Krisen beeinflussen kann.

Corona schreit zum Himmel 1.

Corona schreit zum Himmel. Storkow, 2020, Holz, Spiegelfolie
Corona schreit zum Himmel 1. Storkow, 2020, Holz, Spiegelfolie, 2,15 x 1,40 x 1,40 m

Bisher beschäftigen wir uns mit dem Management der Pandemie. Was bisher fehlt, ist Frage wie wir solche Krisen in Zukunft vermeiden.

Warum ist uns das passiert?

  • Als Warnung vor noch schlimmeren Krisen
  • Wild-, Nutztiere und Tierprodukte werden um den ganzen Globus transportiert .
  • Ein anderer Grund ist die Massentierhaltung, z.B.  Schweinegrippe, die Vogelgrippe oder die Spanische Grippe.
  • Wir Menschen beanspruchen immer mehr Lebensräume von Wildtieren für uns. Die Umweltzerstörung beeinflusst die die natürlichen Artengemeinschaften. Damit nimmt der Kontakt zwischen Wildtieren, Nutztieren und Menschen zu .
  • Die Corona-Krise zeigt, dass die Menschheit an einem Wendepunkt angekommen ist, sie muss die verbleibenden Naturräume bewahren. Der Artenschutz muss endlich auch einen notwendigen Stellenwert bei politischen und wissenschaftlichen Entscheidungen bekommen.
  • Der weltweite Reiseverkehr hat stark zugenommen, z.B. Ischgl, zweite Welle.
  • Produktion in Billiglohnländern bewirkt Geschäftsreisen, z.B. Webasto
  • Just in Time-Produktion verringert Lagerhaltung und schafft Abhängigkeit von funktionierenden Transportketten, z.B. Maskenmangel
  • Unser Komsummuster: Alles immer überall.

 

Corona Performance / Viral Horizons

Corona Performance / Viral Horizons, Tom Albrecht und Rosa Schmidt (Video, 14:35) 2020, Storkow (M)
Corona Performance / Viral Horizons, Tom Albrecht und Rosa Schmidt (Video, 14:35) 2020, Storkow (M)

Corona Performance / Viral Horizons

Die Idee zu dieser Performance entstand spontan unter dem ersten Eindruck der Bedrohung durch das Coronavirus und dem folgenden Shutdown der Wirtschaft, des Reisens und der physischen Begegnung. “Das Virus ist der radikalste Entschleuniger unserer Zeit”. (Hartmut Rosa)

Der Klimawandel und die die Corona-Pandemie sind miteinander verbunden. Global überall zu sein und globale Ressourcen zu nutzen, ist Teil der Ursache der Pandemie. Immer mehr Menschen beanspruchen immer mehr Lebensräume von Wildtieren für sich, die Landnutzung hat der Mensch stark verändert, Wild-, Nutztiere und Tierprodukte werden rund um den ganzen Globus transportiert und der weltweite Reiseverkehr nahm stark zu.

CHOREOGRAPHIE INDIGO WINGS

Der Planet eine Kugel, das Nachgeben gegen die Schwerkraft ein Atmen, ein Eingeständnis an die Rotation im farbigen Dämmerlicht, an die Versehrbarkeit, das Werden und Vergehen, eine Vertrauensübung in die Tragfähigkeit der Erdkruste, ein Überwinden des zivilisatorischen Flugbeschleunigungstaumels, ein momenthaftes Kollabieren der Totalvernetzung, ein Eitelkeitsentzugsversuch, ein Aussetzer, eine Verabschiedung, ein Flügelschlag, ein erdnahes Gebet, eine Aufrichtung des Rückgrats gegen die Beherrschungsgeste, eine Perspektivverschiebung in mehreren Sequenzen, eine Transformation der technototalitären Überheblichkeitsnötigungen.