Arsch hoch kriegen

Tom Albrecht + Stephan Groß
Arsch hoch kriegen (2022)
Performance am 1.4.2022, Vernissage der Ausstellung “Transformation“, Group Global 3000, Berlin
Sprachperformance mit Gitarre,Vogelpfeifen, Backblech, Klangschale und Hirschgeweih Tom Albrecht: Text, Stimme, Geräusche und Stephan Groß: Gitarre. Die Zuhörer werden eindrücklich als Beitrag zur Transformation der Gesellschaft mit Vorschlägen motiviert und forscher Ansprache aufgefordert gegen die Klimakrise aktiv zu werden.

Ausstellung: Kommentar zur Gegenwart

Objekt: Abwurfstange. 2009, Berlin, 1030 x 71 x 47 cm, Abwurfstange, Radkappe. Natur begegnet
Objekt: Abwurfstange. 2009, Berlin, 1030 x 71 x 47 cm, Abwurfstange, Radkappe. Natur begegnet

Werke von Tom Albrecht

13.8.-8.10. 2021

Künstlerisches Schaffen zum Zustand unserer Gesellschaft und ihrem Verhältnis zur Natur mit 50 Werken von Tom Albrecht aus den Jahren 1965 – 2021.
Aktionen, Fotografien, Text, Installationen, bewegte Objekte, Video, Super 8 .
Die Zähne strahlen. Das AKW tanzt. Die Muschel zeigt ihren Schatz. Der Kanister wird menschlich. Das Kuheuter ist prall. Weltkugeln fliegen, das Springkraut auch. Den Logos wird gehuldigt. Corona schreit. Die Fossile Keule droht.

“Etwas Ironisches und leicht Absurdes schwingt da mit – eine spezielle Form von Witz oder poetischer Humor ist seinem Werk eigen, das die Dinge – selbst wenn sie schwer wiegen – leicht und damit besser begreifbar macht. Nicht der moralische Vorwurf, sondern eher das unerwartete Bild, der schräge Einfall liegen in Tom Albrechts künstlerischem Kalkül.” Dr. Peter Funken, 2021.

Tom Albrecht gründete 2012 Group Global 3000 als Projektraum mit Galerie und kuratierte mit dem Team seitdem 53 Ausstellungen.

Programm ” Kommentar zur Gegenwart”

Vernissage 13.8.2021, 19 Uhr:
Begrüßung mit Buchvorstellung Tom Albrecht, Einführung Dr. Peter Funken

Künstlergespräch 27.8, 19 Uhr: Tom Albrecht spricht mit Gästen über seine Werke.

Vortrag mit Gespräch 24.9., 19 Uhr: „Nachhaltigkeit in die Kunst –  Kritik des Bestehenden. Wo und wie soll die Nachhaltigkeit in die Kunst einziehen?” Ticia Tanne, Universität der Künste, Berlin

Workshop für Künstler*innen und Gäaste 17.9., 19 Uhr: Was ist die Kraft der Kunst der Nachhaltigkeit für die Künstler*innen, ihr Material und für ihr Gegenüber? Einführung durch Tom Albrecht

Finissage 8.10., 19 Uhr: Performance “Nachhaltig Tun” GG3-Team

Ort: Group Global 3000

Tunnel mit Niederwerfung

 

Tunnel mit Niederwerfung vor den Errungenschaften der Neuzeit. Aktion, 2019. Text
Tunnel mit Niederwerfung vor den Errungenschaften der Neuzeit. Aktion, 2019. Text

Der Tunnel entlastet den Ort. Man kann oben drüber schön sein Eis in Ruhe essen. Da fahren nur noch wenige Autos rum. Zum Beispiel die, die man sehen soll. Autos zieht er auch an, weil es jetzt schneller geht. Wenn man an der Ausfahrt des Tunnels übernachtet, ist es ein wenig laut. Und links ist auch gleich ein Einkaufscenter. Das sieht man hier nicht. Man kommt aber schneller dahin und kann alles gleich in den Kofferraum packen. Das ist praktisch. Das Grün wird bestimmt mal wertvolle Arten beherbergen.

Kanaldisco


 

Piguinmann angelt Kackwürste aus dem Abwasserüberlauf. - Die Meerjungfrau singt die "Lorely"
Piguinmann angelt Kackwürste aus dem Abwasserüberlauf. – Die Meerjungfrau singt die “Lorely”
Der Abwasserauslass lebt!
Der Abwasserauslass lebt!

Kunstaktion am Abwasserüberlauf Nr. 9846 an der Wildenbruchbrücke in Berlin, Neukölln, Schiffahrtskanal, Kiehlufer im Rahmen des “Kunst- und Kulturfestival 48 STUNDEN NEUKÖLLN” 16.6.2012.

Tom Albrecht: Installation, Performance u. Konzept,
Amy J. Klement: Performance, Installation

Wir setzten die Aktion “Badewasser machen” von 2011 mit Installation, Klang und Performance fort. Ein zwei Stunden lifeact. Die beschuppte Jungfrau aus dem Meer agiert auf Floß mit Kamm und singt das Lorelylied, der Pinguinmann angelt Riesenkackwürste, Lametta bekränzt.

Hintergrund

Wenn es stark regnet, läuft die Kanalisation über und ein Gemisch aus Regen und Abwasser mit Fäkalien von Straßen, Dächern und aus den Haushalten fließt in den Kanal. Verschmutztes Kanalwasser, Sauerstoffmangel, Fischsterben, Badeverbot sind die Folge. 160 “Notauslässe” hat Berlin. Eine Fehlentwicklung unserer Stadtentwicklung und des Umganges mit der Natur.
Die wenigen Überlaufspeicher und das Kanalmanagement der Wasserbetriebe reichen nicht aus.

Unsere Forderungen

Die Kanäle sollen wieder Badequalität bekommen!
Mehr Dächer und der Kanal in Flachwasserzonen müssen begrünt,
Stadt-Flächen entsiegelt werden,
Regen versickert,
Schiffe weniger Wellen schaffen,
Ab- und Regenwasserkanäle getrennt,
weniger Abwasser energieaufwendig geklärt werden.

Verlorener Bach

Verlorener Bach. Bäke, Berlin, 2013, Aktion. Bäke, ein Bach, der auf dem Fichteberg in Berlin Steglitz entsprang, für den Lauf den Teltowkanals genutzt, verrohrt, bei Starkregen als Abwasserüberlauf und in Stein gebettet wurde. Die Beschriftung auf seinen Kanaldeckeln macht ihn sichtbar.
Verlorener Bach. Bäke, Berlin, 2013, Aktion. Bäke, ein Bach, der auf dem Fichteberg in Berlin Steglitz entsprang, für den Lauf den Teltowkanals genutzt, verrohrt, bei Starkregen als Abwasserüberlauf und in Stein gebettet wurde. Die Beschriftung auf seinen Kanaldeckeln macht ihn sichtbar.
Verlorener Bach 2. Bäke, Berlin, 2013, Aktion. Bäke, ein Bach, der auf dem Fichteberg in Berlin Steglitz entsprang, für den Lauf den Teltowkanals genutzt, verrohrt, bei Starkregen als Abwasserüberlauf und in Stein gebettet wurde. Die Beschriftung auf seinen Kanaldeckeln macht ihn sichtbar.
Verlorener Bach 2.
Verlorener Bach 3. Bäke, Berlin, 2013, Aktion. Bäke, ein Bach, der auf dem Fichteberg in Berlin Steglitz entsprang, für den Lauf den Teltowkanals genutzt, verrohrt, bei Starkregen als Abwasserüberlauf und in Stein gebettet wurde. Die Beschriftung auf seinen Kanaldeckeln macht ihn sichtbar.
Verlorener Bach 3.
Verlorener Bach 4 Bäke, Berlin, 2013, Aktion. Bäke, ein Bach, der auf dem Fichteberg in Berlin Steglitz entsprang, für den Lauf den Teltowkanals genutzt, verrohrt, bei Starkregen als Abwasserüberlauf und in Stein gebettet wurde. Die Beschriftung auf seinen Kanaldeckeln macht ihn sichtbar.
Verlorener Bach 4

Sein-Haben-Raum

Sein-Haben-Raum, 2014, Berlin GG3, Aktion mit Gästen, Zwei mal zwei Stühle, Schild, Buch
Sein-Haben-Raum, 2014, Berlin GG3, Aktion mit Gästen, Zwei mal zwei Stühle, Schild, Buch

Anleitung

Sein-Haben-Raum

Sie können:

  • hineingehen,
  • sich drei Minuten auf einen Stuhl-„Sein“ setzen, die Augen schließen und sich selbst dabei zuschauen, was Sie sehen,
  • sich drei Minuten auf einen Stuhl „Haben“ setzen, die Augen schließen und sich selbst dabei zuschauen, was Sie sehen und
  • das Gesehene im Gästebuch anonym notieren.

Being-Having-Room

  • You can go in,

  • sit three minutes on a chair “being”, close your eyes and watch yourself, what you see,

  • sit three minutes on a chair “having”, close your eyes and watch yourself, what you see and

  • may note what you have seen anonymously in the guestbook.

Ergebnis

Anonym 1, Sein-Haben-Raum, 2014, Berlin GG3
Anonym 1, Sein-Haben-Raum, 2014, Berlin GG3
Julia
Julia
Anonym2
Anonym2
Anonym3
Anonym3

 

Corona Performance / Viral Horizons

Corona Performance / Viral Horizons, Tom Albrecht und Rosa Schmidt (Video, 14:35) 2020, Storkow (M)
Corona Performance / Viral Horizons, Tom Albrecht und Rosa Schmidt (Video, 14:35) 2020, Storkow (M)

Corona Performance / Viral Horizons

Die Idee zu dieser Performance entstand spontan unter dem ersten Eindruck der Bedrohung durch das Coronavirus und dem folgenden Shutdown der Wirtschaft, des Reisens und der physischen Begegnung. “Das Virus ist der radikalste Entschleuniger unserer Zeit”. (Hartmut Rosa)

Der Klimawandel und die die Corona-Pandemie sind miteinander verbunden. Global überall zu sein und globale Ressourcen zu nutzen, ist Teil der Ursache der Pandemie. Immer mehr Menschen beanspruchen immer mehr Lebensräume von Wildtieren für sich, die Landnutzung hat der Mensch stark verändert, Wild-, Nutztiere und Tierprodukte werden rund um den ganzen Globus transportiert und der weltweite Reiseverkehr nahm stark zu.

CHOREOGRAPHIE INDIGO WINGS

Der Planet eine Kugel, das Nachgeben gegen die Schwerkraft ein Atmen, ein Eingeständnis an die Rotation im farbigen Dämmerlicht, an die Versehrbarkeit, das Werden und Vergehen, eine Vertrauensübung in die Tragfähigkeit der Erdkruste, ein Überwinden des zivilisatorischen Flugbeschleunigungstaumels, ein momenthaftes Kollabieren der Totalvernetzung, ein Eitelkeitsentzugsversuch, ein Aussetzer, eine Verabschiedung, ein Flügelschlag, ein erdnahes Gebet, eine Aufrichtung des Rückgrats gegen die Beherrschungsgeste, eine Perspektivverschiebung in mehreren Sequenzen, eine Transformation der technototalitären Überheblichkeitsnötigungen.

Workshop: Wie können Künstler/innen ihren ökologischen Fußabdruck verringern?

Thema ist ihre Alltagspraxis, die Wahl ihrer Materialien, ihr Reisen und Transport. Moderation Tom Albrecht, Fr. 22.11.2019, Ausstellung “Artists for Future” @GG3

Ergebnisse

Ergebisse: Wie können Künstler/innen ihren ökologischen Fußabdruck verringern? 1.
Ergebnisse: Wie können Künstler/innen ihren ökologischen Fußabdruck verringern? 1.
Ergebisse: Wie können Künstler/innen ihren ökologischen Fußabdruck verringern? 2.
Ergebnisse: Wie können Künstler/innen ihren ökologischen Fußabdruck verringern? 2.

 

Die Zukunft ist offen

Ein gemeinsames Würfelspiel in der Ausstellung “Artists for Future” von und mit Tom Albrecht um persönliche Visionen. Fr. 6.12.2019. Unser Spiel verlief in drei Stunden sehr kurzweilig. Lachen, Ernst und informative Diskussion wechselten sich ab. Wir waren uns einig, das Spiel soll verbreitet und vermarktet werden!

Zukunftsspiel Ergebnis, (C) T.A. Die Zukunft ist offen
Zukunftsspiel Ergebnis, (C) T.A.

Zukunftsspiel Ergebnis, (C) T.A.

Performance “Schadstoff des Monats”

Performance “Schadstoff des Monats”

Audio-visuelle Textperformance “Schadstoff des Monats”

Audio-visuelle Textperformance “Schadstoff des Monats” In "Es verschlägt mir den Atem", 11.01.2019, Group Global 3000, Berlin Tom Albrecht Sustainable Art
Audio-visuelle Textperformance “Schadstoff des Monats” In “Es verschlägt mir den Atem”, 11.01.2019, Group Global 3000, Berlin, Foto von Simon

Technische Assistenz Ulf Reinhard
Video der Performance (16:11)
Jeder Monat des Jahres hat seinen Schadstoff.

GG3 als Soziale Plastik

GG3 als Soziale Plastik. Ich sehe als Gründer und Betreiber dieses Projekt als Soziale Plastik im Beysschen Sinne. Ein Kunst die den Anspruch verfolgt, auf die Gesellschaft gestaltend einzuwirken.

Group Global 3000 (GG3) öffnete 5.1.2013 den Projektraum “Group Global 3000” für Kunst und andere Nachhaltigkeiten.

Logo der "Group Global 3000" C T.A. GG3 als Soziale Plastik
Logo “Group Global 3000”. (C) T.A. Wir leben als ob wir eine zweite Welt haben.

Wechselnde Ausstellungen, moderierte Gespräche, Vorträge, Workshops. Die 50ste Ausstellung in 2019.

Wir bieten Platz für weitere Künstler um gemeinsam den Raum für Kunst und andere Nachhaltigkeiten zu betreiben.

Eivergrabung

Eivergrabung. Aktion von Tom Albrecht auf Düsseldorfer Rheinwiese

1971, Film, Tom Albrecht, Idee und Ausführung

Eivergrabung. Aktion von Tom Albrecht auf Düsseldorfer Rheinwiese
Eivergrabung 2
Eivergrabung. Aktion von Tom Albrecht auf Düsseldorfer Rheinwiese
Eivergrabung Tom Albrecht
 

Super 8 / DVD, 3 Minuten, Farbe
Aktion auf Düsseldorfer Rheinwiese

Der Akteur Tom Albrecht nähert sich auf der Rheinwiese in Düsseldorf mit Spaten, gräbt ein Loch, legt das Ei hinein. Der zweite Akteur gießt mit einer Silberkanne Wasser auf das Ei. Das Loch wird wieder gefüllt und mit dem Grassoden bedeckt. Abspann.
Aktion 1971

Video auf Vimeo.

Badewasser machen

 

Mann mit Pinguinmaske gießt Kanalwasser durch Tuch in Pool um darin zu badenn
Mann mit Pinguinmaske gießt Kanalwasser durch Tuch in Pool um darin zu badenn

Performance

18.6. und 19.6.2011
Berlin, Neukölln, Schiffahrtskanal

Baden im Landwehrkanal

Das Bad vor der Haustür war bis in die 50er Jahre selbstverständlich, ist heute gefährlicher Luxus.  Wenn es stark regnet, läuft die Kanalisation über und ein Gemisch aus Regen und Abwasser mit Fäkalien von Straßen, Dächern und aus den Haushalten fließt in den Kanal. Verschmutztes Kanalwasser, Sauerstoffmangel, Fischsterben, Badeverbot sind die Folge. Eine Fehlentwicklung unseres Umganges mit der Natur.

Die wenigen Überlaufspeicher und das Kanalmanagement der Wasserbetriebe reichen nicht aus.  Die Kanäle sollen wieder Badequalität bekommen!  Mehr Dächer und der Kanal in Flachwasserzonen müssen begrünt, Stadt-Flächen entsiegelt werden, Regen versickert, Schiffe weniger Wellen schaffen, Ab- und Regenwasserkanäle getrennt, weniger Abwasser energieaufwendig geklärt werden.

Wir säuberten das Wasser vom Schiffahrtskanal und ich badete unter reger Anteilnahme der Gäste darin.

Kommentare

“Großartig. Nächstes Jahr geh ich mit rein ! Mein Traum : Baden in der Spree!! ( ein Cousin hat’s 1961 noch gemacht und ich war klein und schwerbeeindruckt; allerdings erklärte ihn die ganze Familie für verrückt und ermusste danach duschen ) A.”

“Na, das war ja ein Happening jesuitischer Dimenson. R.”

“….das hätte ich gern gesehen,schon aus nostalgischen Gründen: mein Vater , Neuköllner mit Leib und Seele, hat uns immer erzählt, dass er als Junge im Kanal gebadet hat. Es hat ihm große Freude gemacht und keinen Schaden zugefügt. A.”

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